Der Dänisches Burgenzentrum
Das frühe Vordingborg war eine kleine Burganlage, umgeben von einem beplankten Erdwall. Die Burg wurde Mitte des12. Jh. von Waldemar dem Großen erbaut, der unter anderen die Wenden auf Rügen besiegt und christianisiert hatte.
Zu Beginn des 13. Jh. Wurde die Burg vollständig verändert. Waldemar Sejr erstattete die Holzburg durch eine solide Ziegelsteinburg. Hier hielt der König Reichstreffen, an denen wichtige Beschlüsse getroffen wurden. Hie wurde das sog. „Jyske Lov“ verabschiedet – das erste moderne Gesetzeswerk.
Die Ruinen, die man heute in Vordingborg sieht, sind Reste der größten mittelalterlichen Burg Dänemarks. Valdemar Atterdag erbaute sie um 1360. Mit ihren 9 großen Türmen, den 12 kleineren und der beinahe 1 km langen Ringmauer war sie wahrlich eine Burg für einen der größten Könige Nordeuropas.
Der Gänseturm war einer der Verteidigungstürme von Waldemar Atterdags Burg. Der Sage nach war es Atterdag, der die goldene Ganz auf der Turmspitze anbringen ließ, zum ewigen Spott auf die Stadt Lübeck gerichtet, der reichsten Stadt der Ostsee. Eine enorme Erstattung von Kriegsschäden hatte Lübeck an Atterdag zahlen müssen, die es ermöglichte diese Burg zu erbauen.
Nach den Schwedenkriegen 1658 -60 wurde die Königsburg abgerissen. Prinz Jørgen, Frederik III’s jüngster Sohn, erbte das Lehen Vordingborg und erbaute ein vornehmes Barockpalais mitten in die pittoresken Ruinen. Das Palais wurde 1750 abgerissen.