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Die Hauptburg

Dies war der am stärksten beschützte Teil der Burg, die Domäne des Königs. Hier stand an der südlichen Mauer das Wohngebäude des Königs, der palas. An der Ost- und Westostmauer wurden außerdem Keller von zwei weiteren Bauten ausgegraben. Der palas liegt heute unter dem Rasen verborgen, aber die anderen Gebäude sind freigelegt.

Unter mehreren Metern Lehm fanden die Archäologen auf dem Gebiet der Hauptburg Spuren der ältesten Burg in Vordingburg. Diese war um 1160 von Waldemar dem Großen errichtet worden. Die Befestigung war von einem mächtigen, mit Holz verkleideten Wall umgeben, der ein Areal von ca. 35 x 45 m einschloss. Leider gibt es keine Hinweise auf dazugehörige Gebäude.
Unter der Burg aus dem 12. Jahrhundert gibt es Spuren noch älterer Bebauung, vermutlich von dem oben erwähnten unbefestigten Königshof, der noch aus der Wikingerzeit stammt.

Der Gänseturm

Der Gänseturm wurde in den 1360er Jahren von Waldemar Atterdag errichtet. Er wird bekrönt von einer goldenen Gans. Der Überlieferung nach ließ Waldemar Atterdag die goldene Gans auf dem Turm anbringen, damit sie für alle Zeit über die Hansestädte schreien solle. Die jetzige Gans stammt aus dem Jahr 1871.

Das 2. Stockwerk des Turmes wird durch eine Holzwand in zwei Räume unterteilt. Diese Wand bildete ursprünglich die Außenwand eines Hauses. Aufgrund dendrochronologischer (Dendrochronologie = Datierung mit Hilfe der Jahrringbreitenmessung) Untersuchungen konnte die Wand in die Mitte des 14. Jahrhunderts datiert werden und ist damit die älteste Holzwand Dänemarks.

Die Andreaskirche

Ende des 19. Jahrhunderts wurden auf der Burg die Reste einer Kirche aus dem 12. Jahrhundert ausgegraben. Aus historischen Quellen ist bekannt, dass diese Kirche St. Andreas geweiht war und von Anbeginn mit der Burg eng verbunden war.

Unter dem Fußboden der Kirche legte das Dänische Nationalmuseum in den 1890er Jahren über 100 Bestattungen frei. Auch außerhalb der Kirche befand sich ein Friedhof, auf dem Männer, Frauen und Kinder beigesetzt wurden. Einige dieser Gräber wurden im Jahr 2000 vom Sydsjællands Museum untersucht.

Die innere Ringmauer

Diese Ringmauer schützt den zentralen Teil der Burganlage, wo der König sich aufhielt, wenn er Vordingborg besuchte. Die Mauern sind bis zu 2,50 m dick. In jeder der vier Ecken stand ein großer Turm, und der Zugang zur Hauptburg, der sich in der Mitte der Nordmauer befand, war durch einen weiteren mächtigen, quadratischen Turm gesichert.

 

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Die Äußere Ringmauer "by night"

algade

Die Algade

Die Algade

Die Wasserversorgung für den Burggraben wurde durch ein großes künstliches Reservoir, einem aufgestauten See, gesichert. Dieser lag nördlich der Algade. Die Algade führt also auf ihrer gesamten Länge vom gelben Domhaus bis zum Bildrand über einen künstlichen Damm.

Die Burg

Der Bereich, den wir heute Schlossruine nennen, ist der Rest von Dänemarks größter mittelalterlicher Burg. Die heute sichtbaren Wälle, Gräben und Mauerreste gehören alle zu der Burg, die Waldemar Atterdag Mitte des 14. Jahrhunderts errichten ließ. Die Geschichte der Befestigungsanlage reicht aber viel weiter zurück.

In der Wikingerzeit stand hier wahrscheinlich ein unbefestigter Königshof, der von Waldemar dem Großen niedergelegt und 1160 durch eine richtige Burg ersetzt wurde. Die Burg Waldemars des Großen stand im südlichsten Teil der heutigen Schlossruine. Sie war umgeben von einem Erdwall, der vermutlich mit Holz bedeckt war und von einer Palisade bekrönt wurde.

Um 1200 wurde der Erdwall eingeebnet und durch eine richtige Ringmauer ersetzt. Diese Burg stand dann bis in die Mitte des 14. Jahrhunderts.

Die Vorburg

In der Vorburg befanden sich die Verwaltung-, Wirtschafts- und Mannschaftsgebäude. Wir wissen nicht viel über sie, da dort bisher nur punktuell Ausgrabungen durchgeführt wurden.
Während des 2. Weltkriegs untersuchte das Dänische Nationalmuseum große Teile des östlichen Burgareals. Hier legte man ein etwa 36 m langes Haus frei, das durch Pfeiler in zwei asymmetrische „Schiffe“ unterteilt war. Das Gebäude hatte einen Fußboden aus großen Backsteinen und wurde möglicherweise als Wagenschuppen (Remise) benutzt.

An der Ringmauer südlich des Gänseturmes stand bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts ein schönes Steingebäude, Kanzlei genannt. Dieses Gebäude wurde gesprengt. An der nördlichen Ringmauer befanden sich mehrere Gebäude, über die leider nicht viel bekannt ist.

 

Kancelli

Die Kanzlei

 

Andreaskirken

Die Andreaskirche und der Gänseturm

højborg

Die Hauptburg

Die äußere Ringmauer

Die heute sichtbaren Ruinen auf der Burg in Vordingborg gehören alle zur Burg Waldemar Atterdags. Er ließ sie in den 1360er Jahren von dem Lösegeld errichten, das er für die Freilassung der Hanseatischen Kriegsgefangenen erhalten hatte. Die Ringmauer hat insgesamt eine Länge von 770 m. In regelmäßigen Abständen wurden 12 Halbtürme davor gesetzt. An vier Stellen war die Mauer durch mächtige Rundtürme unterbrochen, von denen heute nur noch der Gänseturm erhalten ist.

Der Burggraben

Um die Burg Waldemar Atterdags verläuft ein breiter und tiefer Graben. Der nördliche Teil ist heute noch mit Wasser gefüllt. Der Wasserspiegel liegt 10 m über dem Meeresniveau.

Der südliche Teil liegt bedeutend tiefer und dürfte etwa bis in Meereshöhe mit Wasser gefüllt gewesen sein. Aufgrund des großen Höhenunterschieds dürfte der Graben ursprünglich noch quer verlaufende Dämme besessen haben, von denen man einige Spuren bei den Ausgrabungen in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts entdeckt hat.

Der südliche Graben befindet sich hinter einem Damm Richtung Drecksbucht, wo heute die Hafenstraße verläuft.

 



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